Konzept in Bochum
Handlungsfähigkeit durch Zukunftswerkstätten
Beim Bildungsgipfel wollen wir die Methode der Zukunftswerkstatt anwenden, die uns kreative Problemlösungsmöglichkeiten bietet. Diese Methode wurde mitentwickelt von Robert Jungk, der alternativer Nobelpreisträger und Pionier der internationalen Umwelt- und Friedensbewegung war . Bei der Zukunftswerkstatt geht es darum, die Phantasie anzuregen, um mit neuen Ideen Lösungen für gesellschaftliche Probleme zu entwickeln. Wir sehen die aktuelle Bildungssituation als gesellschaftliches Problem an, das bisher vor allem von einseitigen Interssengruppen aus Politik und Wirtschaft bestimmt wurde. Dem wollen wir ein Gegengewicht setzen.
Gemeinsam werden in den verschiedenen Workshops Zukunftsentwürfe, Ziele und Maßnahmen entwickelt, um unser Bildungssystem so mitzugestalten, wie wir es uns vorstellen, anstatt ohnmächtig die Gegebenheiten anzunehmen. Die Workshops sollen folgende Phasen durchlaufen:
Phase 1 (Freitag): Kritik/Beschwerde
In der ersten Phase soll vom Ist- Zustand ausgegangen werden. Frei von Zwängen wollen wir uns den Fragen widmen: Wie und warum funktioniert unser Bildungssystem (nicht), wo setzen wir Kritik an, wo verspüren wir Unmut, welche negativen Erfahrungen mit bestimmten Situationen haben wir gemacht?
Phase 2 (Samstag): Fantasie/Utopie
Hier geht es um unsere eigene Kreativität, die wir gewohnt sind, bei Problemstellungen meist auszuschalten. Hier darf und soll fantasiert werden: Wie sieht unser Wunschbildungssytem aus? Wie wollen wir lernen? Wozu lernen wir? Utopien sollen hier entwickelt werden.
Phase 3 (Sonntag): Praxis/Verwirklichung
Hier wird konkret versucht, die erste mit der zweiten Phase zu verknüpfen und auf mögliche, realisierbare Forderungen zu kommen. Die Teilnehmer der Workshops sollen in einem Abschlussplenum ihre Ergebnisse sammeln und ein gemeinsames, an die Kultusministerkonferenz am 10.12. in Bonn gerichtetes Papier erstellen.
