AGs in Bochum
Workshops – Was ihr wollt !
Mit welchen Themen und Fragestellungen wir uns in den Workshops beschäftigen wollen, ist nicht festgelegt – es liegt an euch! Welches sind die Themen, mit denen ihr euch intensiv und kritisch auseinander setzen wollt?
Ihr seid dazu aufgerufen, Workshops vorzuschlagen, diese ggf. vorzubereiten und aktiv mitzugestalten! Auf der Homepage gibt es schon im Vorfeld die Möglichkeit dazu! Hier soll ein Reader entstehen, der interessantes Material, etwa zum Zusammenhang von Bildung und Gesellschaft, im Allgemeinen, oder konkretes Material, als Input für die Workshops, enthalten soll. Auch könnt ihr Arbeitstitel für Workshops einstellen, zu denen ihr arbeiten wollt oder als Anregung für andere.
Alle Workshops sollen sich am Sonntag sammeln und ihre Ergebnisse zusammentragen.
Hier schon einmal ein paar Workshopmöglichkeiten:
- Wie beeinflusst das Schulsystem/ Hochschulsystem unser Menschenbild?
Liegt das deutsche Schulsystem/ Hochschulsystem einem bestimmten Menschenbild zu Grunde? Wie sieht es aus? Wo kommt es her? Welche Konsequenzen hat dies für die Bildung des Menschen an Schulen und Hochschulen? Welches Menschenbild entsteht dadurch? Brauchen wir und das Bildungssystem überhaupt ein Menschenbild und wenn ja, welches? Wie würde ein utopisches Menschenbild Bildungsprozesse verändern?
mehr dazu im Wiki - Chancengleichheit? Wie frei ist der Zugang zu Bildung, auch unabhängig von der finanziellen Situation? Grundlage sind Texte von Pierre Bourdieu
Welche Rolle spielen etwa „Geschlecht“ oder auch soziales Umfeld in Schule und Hochschule? Ermöglicht das deutsche Bildungssystem allen gleiche Zugangschancen zu Bildung? Was versteht man überhaupt unter „gleichen Chancen“? Mit diesen und anderen Fragen wollen wir uns in diesem Workshop beschäftigen. Studienergebnisse des Soziologen Pierre Bourdieus über das französische Hochschulsystem könnten hier eine Diskussionsgrundlage darstellen.
mehr dazu im Wiki - Was ist die Kultusministerkonferenz?
Wann und warum wurde sie gegründet? Welches sind ihre Kompetenzen? Wie hat sie diese bisher eingesetzt? Was sind die aktuellen Tendenzen und Aktivitäten? Und vorallem, was wollen wir von ihr? All das kann in diesem Workshop besprochen werden. Außerdem wollen wir möglichst ein Papier erstellen, dass in die Kultusministerkonferenz eingereicht werden kann.
mehr dazu im Wiki - Ermittlungsausschuss: Was muss man tun, um in einem EA mitzuarbeiten?
Die Ermittlungsausschüsse sind unverzichtbare Institutionen für jede Demo. Wenn man als DemonstrantIn von der Polizei aufgegriffen wird, ist es wichtig, dass es Menschen gibt, an die man sich in dieser Situation wenden kann. Besonders für diejenigen, die noch nie mit der Polizei in Berührung gekommen sind, ist es sinnvoll und notwendig, dass sie schnell und verlässlich Aufklärung finden können, wie sie sich in einer solchen Situation am besten verhalten sollten. Im EA-Workshop sollen genau diese Kompetenzen vermittelt werden. Die Rechtsgrundlagen sollen erläutert werden und was man Menschen rät, die bei einer Demo, Besetzung oder ähnlichen Situation von der Polizei aufgegriffen werden. Auch weiterhin werden Erfahrene benötigt, die auf kommenden Veranstaltungen den EA stellen und verlässliche Hilfe leisten können. Zur Vorbereitung darauf kann dieser Workshop dienen.
mehr dazu im Wiki - Traumschule
“Die Schule neu denken” so, wie es Hartmut von Hentig tat und sein Konzept im gleichnamigen Buch veröffentlichte, so soll auch unsere Traumschule entwickelt werden. Frei von G8, KMK-Vorgaben und Curricula soll ein Konzept für eine neue Schule entstehen, die als Lebensraum für alle gedacht werden kann. Deshalb wollen wir in viele verschiedene Richtungen blicken, den Lebensraum Schule entstehen lassen, das Verhältnis von Lernenden zu Lehrenden ersinnen, das Benotungssystem reflektieren, und Lernmöglichkeiten schaffen. Wir wollen gemeinsam versuchen unseren Traum von Schule zu verwirklichen.
mehr dazu im Wiki - Demokratisierung an Bildungseinrichtungen
Demokratie ist zum Grundpfeiler moderner Gesellschaften geworden. Umso erschreckender ist es, dass demokratische Strukturen an Bildungseinrichtungen, kaum vorhanden sind. Lernende sind in Gremien und Entscheidungsorganen chronisch unterrepräsentiert oder haben lediglich eine beratende Funktion. Dabei sind sie die größte Gruppe an Schulen und Universitäten. Aber damit die Bildungseinrichtungen im Interesse ihrer Mitglieder handeln können, müssen diese auch an Entscheidungsprozessen beteiligt sein.
Gerade in den Bildungseinrichtungen, die den Anspruch erheben Menschen zu mündigen BürgerInnen zu erziehen, ist daher eine Demokratisierung nötiger denn je. Basisdemokratie, also jedem Menschen ein Stimmrecht zu sichern, heißt Demokratie nicht nur zu lernen, sondern auch zu leben.
Doch was sind überhaupt demokratische Schulen und Universitäten?
Welche Alternativen gibt es zu der derzeit herrschenden Situation?
Würde eine Demokratisierung weitere Verbesserung im Bildungssystem mit sich bringen?
Wie würden sich demokratische Bildungseinrichtungen schließlich auf die Gesellschaft auswirken?
mehr dazu im Wiki - Selbstbestimmtes Lernen an Schule und Hochschule
In der Schule gab es sie nie und an den Universitäten wurde sie durch den so genannten Bologna-Prozess massiv beschnitten: Die Freiheit, sich orientiert an den eigenen Bedürfnissen zu bilden. Selbst zu entscheiden, wann, wo, wie und was man lernt. Kurz: Selbstbestimmt Lernen. Ein Lernen, bei dem sich das Ziel, ein selbstdenkender und reflektierender Mensch zu werden, schon in den Mitteln, der Lehre, widerspiegelt.
Stattdessen entwerten strenge Lehrpläne, enormer Leistungsdruck und ständige Prüfungen Bildung zu einer bloßen Wissensansammlung. Freiheiten gibt es kaum noch. Lernen verkommt unter dem Druck von außen zur verhassten Pflicht und verneint schlussendlich das selbstgesetzte Ziel.
Welche Alternativen gibt es?
Was heißt selbstbestimmt Lernen konkret?
Welches Bildungssystem setzt es voraus?
Ist es innerhalb der vorhandenen Strukturen möglich selbstbestimmt zu lernen?
mehr dazu im Wiki - Studienfinanzierung
Mehr und mehr Studenten brechen unter den finanziellen Lasten ihres Studiums zusammen: Nach aktuellen Umfragen denkt jeder dritte Student über den Abbruch seines Studiums nach – in 75% der Fälle spielen leider Geldsorgen die tragende Rolle.
Welchen materiellen Zwängen unterliegt ein Studium in der heutigen Zeit ?
Welche finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten sind Studierenden heutzutage überhaupt gegeben?
Wie ließen finanzielle Lasten für Studierende minimieren?
Wie könnte ein faires und effektives System zur Studienfinazierung aussehen? – abseits von Studienkrediten und „Pinkwart- Stipendien“ ?
Stellen Konzepte wie zum Beispiel „ Das bedingungslose Grundeinkommen“ eine Lösung für das Problem der Studienfinanzierung dar?
mehr dazu im Wiki
Weitere Workshops
- Studiengebühren (und ihre Alternativen)
- Situation ausländischer Studierender
- wirtschaftlicher Einfluss auf (Hoch)Schulen
